Die Wildtierforschung ist zur Zeit mit verschiedenen Projekten beschäftigt, die sich einerseits den Schutz unserer Fauna und andererseits ihre Erforschung zum Ziel gesetzt haben.
Einige unserer laufenden Projekte:
- Erforschung der Säugetierfauna: Verschiedene Untersuchungen über den Bestand und die Verbreitung von Kleinsäugern (Mäuse, Spitzmäuse, Ratten, Bisam, Nutria, Eichhörnchen, usw.)
- Artenförderung zugunsten der Dohle Corvus monedula:
Die Dohle ist im Kanton Basel-Stadt von sehr starkem Rückgang betroffen. Der
Grund ist u.a. das fehlende Nistplatzangebot.
Das Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung und die Förderung von bestehenden und die Schaffung von neuen Brutplätzen sowie die langfristige Überwachung der Brutbestände. Der Bestand ist zwar weiterhin klein und verletzlich, dank unseren Schutzmassnahmen aber nicht mehr weiter rückläufig.
[Kanton Basel-Stadt] - Artenförderung zugunsten des Turmfalken Falco tinnunculus:
Die Bestände des Turmfalken sind in der Region Basel seit Beginn der achtziger Jahre stark rückläufig. Ein Grund dafür ist auch hier unter anderem das fehlende
Nistplatzangebot.
Das Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung und Förderung von bestehenden und die Schaffung von neuen Brutplätzen sowie die langfristige Überwachung der Brutbestände.
[Region Basel (Kanton Basel-Stadt und Unterbaselbiet)] - Artenförderung zugunsten des Wanderfalken Falco peregrinus:
Die Wanderfalkenbestände brachen in den Fünfzigerjahren in ganz Mitteleuropa
zusammen. Später erholten sich die Bestände langsam wieder. Dank den künstlich geschaffenen Brutplätzen brütet seit einigen Jahren der Wanderfalke auch wieder in der Stadt Basel.
Das Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung und die Förderung von bestehenden und die Schaffung von neuen Brutplätzen sowie die langfristige Überwachung der Brutbestände.
[Kanton Basel-Stadt] - Artenförderung zugunsten der Schleiereule (Tyto alba):
Die Schleiereule hat seit knapp zwanzig Jahren nicht mehr im Kantonsgebiet
gebrütet. Der Grund dafür ist ebenfalls unter anderem das fehlende Nistplatzangeboet.
Das Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung und die Förderung von bestehenden und die Schaffung von neuen Brutplätzen sowie die langfristige Überwachung der Brutbestände.
Die Wildtierforschung Region Basel arbeitet mit Unterstützung der Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Riehen und der Kantonalen Fachstelle für Naturschutz an diesem Projekt. Mit Erfolg: Seit 2001 brütet die Schleiereule dank dieser Schutzmassnahmen erstmals nach fast zwanzig Jahren wieder im Kanton Basel-Stadt!
Projektmitarbeiter: Ernst Bühler, Willipeter Fischer, Sandro Gröflin, Florian Hänni, Michael Karasantes, Stephan Liersch, Hermann Schaub und Marcel Veszeli.
[Region Basel (Kanton Basel-Stadt und Unterbaselbiet)] - Bestandeserhebungen von Feldhasen (Lepus europaeus): Immer Ende Winter werden in der Umgebung von Basel die Feldhasen gezählt. Wenn es dunkel wird und sich viele Säugetiere aus dem Wald auf das offene Land getrauen, fahren unsere Mitarbeiter über stille Feldwege und leuchten mit Handscheinwerfern die Felder ab. Ab und zu leuchten die Augen der Tiere in der Nacht auf. Wir beobachten vor allem Rehe, Füchse und Feldhasen. Allerdings sind Feldhasen immer seltener in unserer Umgebung zu entdecken. Mit unserer Bestandserhebung möchten wir zum Schutz dieser Tiere beitragen, denn nur wenn wir wissen, wo sich die Feldhasen häufig aufhalten, können wir ihren Lebensraum am effektivsten schützen.
- Monitoring Dachs (Meles meles): Ein besonderes Anliegen von uns ist die Erforschung der Dachse. Diese dämmerungs- und nachtaktiven Tiere sind gar nicht so selten bei uns anzutreffen und leben manchmal ganz in unserer Nähe. Dennoch weiss man relativ wenig über sie.
Dachsbau im Merian Park, Brüglingen. Foto M. Veszeli, Basel
Projektmitarbeiter: Hansruedi Dietrich, Beat Christen, Heinz Herzig, Hermann Schaub, Sara Oakeley, Paul Plattner, Willi Roth, Antonio Stefanizzi.
Möchten Sie gerne mehr über unsere Tätigkeiten wissen, dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren: Info!